Autogas und LPG

Autogas und LPG
Autogas

Die Preise für Autokraftstoff steigen bereits seit Jahren und es scheint kein Ende in Sicht zu sein. Da diese neben der KFZ Versicherung und der Kfz-Steuer einen erheblichen Kostenanteil ausmacht, besteht hier die Möglichkeit auf Alternativen wie Autogas zurückzugreifen. Leider ist Autogas noch nicht an jeder Tankstelle zu erhalten und es handelt sich noch immer um einen Geheimtipp. Die Umrüstung von Autos auf LPG oder Autogas ist meistens recht einfach und bedarf  nur eines Eingriffs an einer auf Autogas-Umrüstung spezialisierten Werkstatt. Der Autogas-Ratgeber versucht Ihnen Hilfe bei der Umstellung auf den alternativen Kraftstoff Autogas für Ihr Auto zu geben.

 

 

Autogas bzw. LPG besteht aus Propan und Butan und ist ein Flüssiggas, das als Alternative zum Kraftstoff verwendet wird. Oftmals wird Autogas mit Erdgas verwechselt. Erdgas besteht in der Hauptsache aus Methan.

 

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Nachdem ein Fahrzeug von herkömmlichen Kraftstoffen auf LPG umgerüstet wurde ist es ganz normal, das der Verbrauch an Autogas ansteigt. Das kann damit erklärt werden, dass LPG im Vergleich eine geringere Dichte besitzt als Benzin oder andere flüssige Kraftstoffe, so dass der Motor mit mehr Gas versorgt werden muss um diesen Kraftstoff richtig zu verbrennen.

 

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Die LPG Umrüstung kann heute in fast jeder KFZ-Werkstatt beim Gebrauchtwagen vorgenommen werden. Die Kosten für eine Umrüstung eines Fahrzeugsauf Autogas  variieren nach Leistung und Zylinderzahl.

 

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Die Spritpreise steigen ständig. Wie können die Verbraucher darauf reagieren? Die Alternative heißt Gasantrieb, denn LPG ist Mineralölsteuervergünstigt und kostet Vergleichsweise nur die Hälfte.

 

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Fahren mit Autogas/LPG

In Form von Autogas ist verflüssigtes Propan- oder Butangas der Kraftstoff mit der drittgrößten Verbreitung, nach Benzin und Dieseltreibstoff. Der Anteil der mit Flüssiggas betriebenen Fahrzeuge ist allerdings regional sehr unterschiedlich. Am beliebtesten ist Autogas in der Türkei, Südkorea, Polen, Italien und Australien. Diese fünf Länder stellen rund die Hälfte des weltweiten Autogas Verbrauchs. Die allgemeine Bezeichnung LPG für das Flüssiggas leitet sich vom Propangas ab, das den größten Anteil am produzierten Flüssiggas stellt. LPG kann aber auch teilweise oder vollständig aus Butangas bestehen. Ähnlich wie beim Sommer- und Winterdiesel ist auch beim Autogas eine von der Jahreszeit abhängige Zusammensetzung möglich. Neben der Verwendung als Kraftstoff wird LPG auch zum Kochen und Heizen, vor allem beim Camping genutzt und auch als Feuerzeuggas kommt es zum Einsatz.

 

Bedeutendste Unterschiede zwischen Autogas und Benzin oder Diesel

Im Gegensatz zu Diesel- und Ottokraftstoffen ist Flüssiggas bei Normaldruck und Umgebungstemperatur nicht flüssig sondern gasförmig und kann daher nicht in offenen Tanks aufbewahrt werden. Für die Speicherung von LPG sind Druckbehälter notwendig und das Betanken ist nur in einem geschlossenen System möglich. Zum Tanken muss die Zapfpistole daher fest mit dem Tankstutzen am Fahrzeug verbunden werden. Weltweit sind hierfür drei verschiedene Typen von Anschlüssen üblich. Die deutschen Zapfsäulen besitzen einen Schraubanschluss, der auch in Belgien, Österreich, Irland, den USA und Australien genutzt wird. In Holland, der Schweiz und England ist dagegen ein Bajonettanschluss üblich und der dritte Typ wird unter anderem in Italien, Frankreich, Polen und Skandinavien genutzt. Bei Fahrten ins Ausland mit Autogas Fahrzeugen sind daher gegebenenfalls Tankadapter notwendig. Alle Kupplungselemente bei LPG Tankanlagen bestehen in der Regel aus Messing, um die Gefahr einer Funkenbildung beim Verbinden der Teile auszuschließen.

 

Ist ein Autogas Fahrzeug sicher?

Der Dampfdruck von LPG wächst mit zunehmender Temperatur. In einem vollen Tank könnte daher der Innendruck bei steigender Temperatur eine kritische Größe erreichen. Beim Autogas Tank verhindert dies ein Überdruckventil. Schon eine kleine Menge entweichenden Gases reicht aus, um den Überdruck nachhaltig abzubauen, weil sich das Gas beim Verdampfen abkühlt. Autogas Anlagen sind im Allgemeinen so ausgelegt, dass auch in einem brennenden Fahrzeug der entstehende Überdruck schneller durch das Sicherheitsventil entweichen kann, als er sich im Tank aufbaut. Eine Tankexplosion ist daher nicht zu befürchten. Andererseits ist beim Parken von Autogas Fahrzeugen auf eine ausreichende Belüftung zu achten. Diese ist vor allem in Tiefgaragen nicht immer gewährleistet, da Propan- und Butangas schwerer als Luft sind und sich deshalb am Boden sammeln. Aus diesem Grund gibt es teilweise Parkbeschränkungen für Autogas Fahrzeuge in Parkanlagen, die nicht entsprechend ausgelegt sind.

 

Autogas im Vergleich mit Benzin und Diesel

Autogas hat eine geringere Dichte als die aus Öl gewonnenen Kraftstoffe. Der in Litern gemessene Verbrauch im Kfz ist dadurch zwar etwas höher, aber der Preis pro Liter LPG ist in Deutschland, wie auch den meisten anderen Ländern, deutlich geringer. In der Summe ergibt sich dadurch ein Einsparpotential beim Einsatz von LPG als Treibstoff für Kraftfahrzeuge. Die CO2-Emissionen liegen beim Autogas etwa 15 % unter denen der herkömmlichen Kraftstoffe. Autogas zählt daher zu den umweltfreundlicheren Treibstoffen, auch wenn es derzeit aus den gleichen, fossilen Quellen stammt wie Benzin und Dieselkraftstoff. Die Gasbestandteile Propan und Butan fallen als Nebenprodukt beim Raffinieren von Mineralöl an und wurden ursprünglich größtenteils als Abfallprodukte abgefackelt. In manchen Raffinerien ist das immer noch der Fall. Eine weitere umweltrelevante Eigenschaften von LPG ist der natürlich geringe Schadstoffgehalt der Verbrennungsgase. Da LPG bei Umgebungsbedingungen gasförmig ist, können Leckverluste zudem keine Bodenverunreinigungen verursachen, wie das bei Diesel- und Ottokraftstoffen der Fall ist.

 

Der Autogas Fahrzeugmarkt

Wer ein Autogas Fahrzeug sucht, hat zwei Möglichkeiten. Zum einen sind einige Neufahrzeuge bereits ab Werk mit einer LPG Ausrüstung lieferbar, zum anderen lassen sich viele konventionelle Kraftfahrzeuge auf Betrieb umstellen. Reine LPG Autos sind dabei selten. Auch Fahrzeuge, die bereits vom Hersteller für den Autogas Betrieb ausgerüstet sind, fahren zusätzlich meist auch mit einem herkömmlichen Kraftstoff. Dadurch lassen sich Probleme in Gebieten mit einer dünnen LPG Tankstellendichte vermeiden. Auch bei umgerüsteten Fahrzeugen ist der Gastank normalerweise zusätzlich eingebaut und das Auto kann nicht nur mit LPG sondern auch mit dem ursprünglich vorgesehenen Kraftstoff gefahren werden. Durch den Einbau des LPG Tanks verringert sich allerdings oft das Kofferraumvolumen. Teilweise werden die Gastanks aber auch in eine vorhandene Ersatzradmulde eingebaut.