Bei der Venturi-Technik wird, wie auch bei teilsequentiellen und vollsequentiellen Anlagen, das LPG vor der Verbrennung zunächst verdampft. Das Autogas aus dem Tank wird über einen Verdampfer dem Motor zugeführt. Das Propan/Butan-Gemisch kühlt sich dabei stark ab.
Um eine Vereisung des Verdampfers durch die Verdunstungskälte zu vermeiden, wird er mit Kühlwasser beheizt. Wenn der Verdampfer nicht beheizt würde, würde er so weit Abkühlen, dass es nicht möglich wäre, weiterhin LPG zu verdampfen. Daher wird der Betrieb mit LPG bei diesen Anlagen erst ab einer Mindesttemperatur des Kühlwassers möglich. Je nach Modell liegt diese Temperatur bei 15-30°C.
Das Fahrzeug läuft also zunächst im Benzinbetrieb an und schaltet erst dann automatisch auf Autogas-Betrieb um, wenn das Kühlwasser diese Mindesttemperatur erreicht hat.
Nach dem Verdampfen wird das gasförmige Gemisch gefiltert und schliesslich vor die Brennraumeinlassventile eingegast. Die Venturi-Technik erhält Ihren Namen durch die Ausnutzung des Venturieffekts im Ansaugrohr. Hierbei verjüngt sich das Ansaugrohr und erzeugt dadurch einen Unterdruck. An der verjüngten Stelle wird über ein Dosierventil das LPG angesaugt. Das Autogas, das dem Motor zugeführt wird, wird also unterdruckgesteuert dosiert.
Die Umrüstung auf eine Venturi-Anlage ist deutlich billiger als bei den anderen verfügbaren Techniken. Die Venturi-Technik ist die älteste der Autogas-Techniken und ist daher auch gegenwärtig noch am weitesten verbreitet. Ihr Nachteil besteht darin, dass aus der Verengung des Ansaugrohres ein Leistungsverlust und somit auch ein Mehrverbrauch an LPG resultiert. Daher entspricht die Venturi-Technik heute nicht mehr dem Stand der Technik.
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