Die Spritpreise steigen ständig. Wie können die Verbraucher darauf reagieren? Die Alternative heißt Gasantrieb, denn LPG ist Mineralölsteuervergünstigt und kostet Vergleichsweise nur die Hälfte.

 

Erdgas

Es gibt zwei unterschiedliche Kraftstoffmodelle für den Gasantrieb: Autos, die auf LPG bzw. Autogas-Basis fahren, und eine Variante auf Erdgas-Basis. Sie unterscheiden sich in folgenden Merkmalen: Autogas, bis 2009 Mineralölsteuervergünstigt, eignet sich gut für die Umrüstung eines "normalen" Fahrzeugs. Es kann als flüssiger Kraftstoff für Ottomotoren verwendet werden. Nachträglich braucht man nur noch einen Zusatztank mit Einfüllstutzen, die nötigen Leitungen und das Gaseinspritzsystem - dann betankt man sein KFZ damit wie vorher mit Benzin oder Diesel.

 

Eine Tankfüllung reicht für ungefähr 500 Kilometer. Bundesweit gibt es mehr als 2000 LPG-Tankstellen, und es kommen immer neue hinzu. Die Nachrüstung mit LPG ist verhältnismäßig einfach, denn es werden keine aufwendigen mechanischen Umbauten am Motor vorgenommen. Erdgasautos sind besonders schadstoffarm und örtliche Gasversorger geben fürs Tanken attraktive Zuschüsse. Leider gibt es in Deutschland bislang noch weniger als 600 Erdgastankstellen. Erdgasbetriebene Autos bleiben noch bis 2020 mineralölsteuervergünstigt, das ist recht langfristig.

 

Die nachträgliche Umrüstung eines Altfahrzeugs auf Erdgas lohnt sich finanziell nicht, denn die Kosten dafür würden um die 5000 Euro liegen, darum sollte man sich an Neuwagen mit Erdgasantrieb halten. Die Reichweite einer Erdgasbefüllung ist mit 400 Kilometern wesentlich kürzer als bei Autogas, und das, wo das Tankstellennetz in Europa für Erdgas (noch) relativ schlecht ausgebaut ist. 

 

 

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